Erklärung der DGB Jugend Sachsen

Die DGB Jugend Sachsen erklärt Verständnis für die Entscheidung des Vereins AKuBiZ e.V. den Sächsischen Förderpreis für Demokratie abzulehnen.

Sicher ist dem AKUBIZ diese Entscheidung nicht leicht gefallen, sie hätten das Geld für ihre vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten gut brauchen können. Die Ablehnung zeigt aber, wie sehr sich die Mitglieder der Initiative mit demokratischen Prozessen beschäftigen und identifizieren. Sie kritisieren ein Papier, welches sie dazu auffordert ihre Bündnispartner zu kontrollieren. Dazu gibt es keinerlei Anlass, die Arbeit der sächsischen Initiativen gegen Rassismus, Diskriminierung und für Demokratie in den letzten Jahren zeigt deutlich, auf welchen Grundlagen die Initiativen stehen. Diese sind universelle Menschenrechte, Gleichberechtigung und ein demokratisches Miteinander.

In den Worten des AKuBiZ ließt sich das so:

„Aus dem Selbstverständnis und den Zielen unseres Vereins ergibt sich zwangsläufig, dass wir ausschließlich mit Kooperationspartner_innen zusammenarbeiten, die sich den Menschenrechten und humanistischen Grundsätzen verpflichtet fühlen.“

Weil Menschen diese Werte vertreten, wurden sie in den letzten Jahren von Neonazis angefeindet und teilweise tätlich angegriffen, es ist zynisch diese Menschen und ihr Engagement unter nicht näher beschriebenen Generalverdacht zu stellen.

Demokratie lebt von kritischen Diskursen, wir verstehen die Ablehnung des Preises als Beitrag in einem solchen Diskurs und begrüßen sie.

André Schnabel, DGB Jugend Sachsen