Solierklärung Berliner VVN-BdA

Solidaritätserklärung der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Die Berliner VVN-BdA begrüßt die mutige und richtige Entscheidung des Vereins AKuBiZ e.V., den Sächsischen Förderpreis für Demokratie abzulehnen.

AKuBiZ e.V. zeigt wiederum Zivilcourage und zeigt, wie wichtig es ist, sich im Kampf gegen Neofaschismus, Rassismus und Antisemitismus und für eine gleichberechtigte demokratische Teilhabe an dieser Gesellschaft nicht bevormunden zu lassen.

Erfolgreich arbeiten Bündnisse gegen Rechts überall dort, wo breite überparteiliche Zusammenschlüsse entstanden sind. Sie sind offen für alle, die sich aktiv, konsequent und ganz konkret gegen die neonazistischen Feinde der Demokratie und den unerträglichen Rassismus und Rechtspopulismus der „Mitte“ vorgehen.

Nicht „Extremisten“ bedrohen die Demokratie, sondern Neonazis und antisemitisches, rassistisches und völkisches Denken aus unterschiedlichen Schichten der Gesellschaft. Die Demokratie wird nicht von konstruierten „Rändern“ her bedroht, sondern zunehmend aus der Mitte der Gesellschaft. Nicht nur die neonazistische NPD sondern auch Anhänger und Wähler von im Bundestag vertretenen Parteien finden z.B. an Sarrazins Thesen manch bedenkenswertes.

Die (Berliner) VVN-BdA arbeitet als überparteiliche Organisation mit Allen zusammen die guten Willens sind, um den Schwur der Häftlinge von Buchenwald zu erfüllen: die Vernichtung des Faschismus mit seinen Wurzeln und den Aufbau ein Welt des Friedens und der Freiheit. Sei es zusammen mit dem Evangelischen Arbeitskreis Miteinander oder der Autonomen Antifa, sei es mit Gewerkschaften oder fortschrittlichen Parteien, Initiativen vor Ort, mit Alten und Jungen und wenn es ein muss sogar mit der CDU.

Alle laden wir natürlich herzlich ein, mit allen Anderen die kommen werden, im Februar 2011 in Dresden gemeinsam den Naziaufmarsch zu blockieren und zu verhindern.

Berliner VVN-BdA, November 2010